Bei Regen sind die Zelte besser dran? Denkste!

Wenn Beatrix und Christian Jacobsen an den Platzregen 2010 denken, tritt ihnen jetzt noch der kalte Schweiß auf die Stirn. Aus allen Kellern ergossen sich Menschenmassen in ihr Schächtner’s Zelt. So viele kamen, dass an einen geregelten Schankbetrieb gar nicht mehr zu denken war.

“Alle Gänge voll und nirgendwo ein Durchkommen”, erinnert sich Beatrix Jacobsen mit Grausen. Die Musik hätten sie gleich abgeschaltet. Sie habe damals unentwegt auf der Bühne gestanden, das Mikrofon in der Hand, und eindringlich darum gebeten, die Laufwege doch bitte frei zu machen. Aber da sei nichts zu machen gewesen. Trotz zehn Mann Security. Die Polizei habe sich für nicht zuständig erklärt und mit Hinweis auf das Sicherheitspersonal auf der Räumung der Fluchtwege bestanden. Daran wäre den Jacobsens ja selbst gelegen gewesen, aber keine Chance! Wer wollte schon zurück in den Regen, die Zelte blieben gerammelt voll. Nur ans Feiern dachte dabei keiner mehr. Geschweige denn an neue Bierbestellungen. Und zu den Stammgästen auf den Bänken kam kein Kellner mehr durch …

Wenn die Betreiber des Schächtner’s Zelts nur hören, dass sie ja gut dran wären bei Regen, schlagen sie die Hände über dem Kopf zusammen. Im Gegenteil, das sei das Schlimmste!

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