Die Erlanger Bergkirchweih

Bergkirchweih in Erlangen

Die Erlanger Bergkirchweih ist ein besonderes Volksfest in der mittelfränkischen Stadt Erlangen, das liebevoll auch „Berg“ genannt wird. Es findet jedes Jahr um Pfingsten statt und erstreckt sich über eine Dauer von 12 Tagen.

Die Geschichte der Erlanger Bergkirchweih
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Der Geburtstag der Erlanger Bergkirchweih ist der 21. April 1755. An diesem bedeutenden Tag beschlossen die damaligen Stadträte Erlangens nämlich, den alljährlich stattfindenden Pfingstmarkt von der Altstadt auf den Burgberg zu verlegen. Dieser Bergrücken im Norden der Hugenottenstadt bot etwas, das nicht jeder Berg von sich behaupten kann. Er ist unterfüttert mit insgesamt 16 Brauereikellern, die schon ab 1686 die klimatischen Vorzüge dieses unterirdischen Gangsystems zu nutzen wussten. Tatsächlich erstreckten sich die Gänge sogar über fast 20 Kilometer. Im Sommer war es hier bald Tradition der Brauer, ein gemütliches Feierabendbier einzunehmen. Da es damals aber noch keine Bierflaschen gab, wurde dazu ein Bierfass angestochen, und aus steinernen Krügen getrunken. In dieser Tradition liegt bis heute der Ursprung der Bergkirchweih.

Die Bergkirchweih heute

Die Erlanger Bergkirchweih zählt zu den schönsten und größten Volksfesten in Franken, und lockt jedes Jahr bis zu 1,3 Millionen Besucher an. Das Fest wird immer am Donnerstag vor Pfingsten durch den traditionellen Anstich des ersten Bierfasses eröffnet, und läutet die „5.Jahreszeit“ in Erlangen ein. Dieses beinahe heilige Prozedere wird jährlich durch den amtierenden Oberbürgermeister der Stadt Erlangen durchgeführt, und findet jedes Mal in einem anderen Keller statt. Nach 12 langen Tagen Feiern und guter Stimmung endet die Veranstaltung mit dem so genannten Fassbegräbnis.

4.jpgDer Erlanger Berg – ein Biergarten unter freiem Himmel

Erlanger Bergkirchweih, das heißt großer Biergarten unter freiem Himmel, Treffen alter Bekannter und neuer Freunde. Ermöglicht wird das durch die zahlreichen Buden und Fahrgeschäfte wie Riesenrad und Co, und natürlich die Bierkeller. Hier kann man mit Freunden und Familie auf Bierbänken sitzen, im Schatten alter Kastanienbäume ein kühles Bergkirchweihbier genießen, oder sich an typisch fränkischer Kost erfreuen. Bratwürste, Berg-Brezen oder Schäuferle stillen großen und kleinen Hunger und bauen auch dem Kater am nächsten Morgen vor. Dazu gibt’s Live-Musik, die zum Mitsingen und Tanzen animiert. Auf rund 15.000 Sitzplätzen, finden hier Jung und Alt ihren Platz, feiern neben- und miteinander.

Das After-Berg-Programm

Ein unfassendes After-Berg-Programm in den Diskotheken Hörsaal und Peak, und in den Kneipen an und um den Martin-Luther-Platz rundet den gelungenen Tag auf der Erlanger Bergkirchweih ab. Dort sammeln sich dann alle, die noch nicht genug vom Feiern haben, und rocken die Clubs in Dirndl und Lederhose. Einfach einmalig!

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